Ein Hauch von Olympia

 

Spontantauwetter in Greifswald: Kollateralergebnis mobiler Hot Spots

 



Greifswald (SPA):  Der am 16. Februar die Hansestadt durchziehende Lichter- und Fackelzug stand, wie erst jetzt bekannt wurde, unter Beobachtung des Nationalen Olympischen Komitees (NOK). An neuralgischen Punkten der Laufstrecke – als solche gelten jene, die einen Blickwinkel von mindestens 180 Grad zulassen – postierten sich geschulte Fackeltransportjuroren, um die Teilnehmer der Veranstaltung entsprechend eines speziell entwickelten Kompetenzrasterverfahrens zu bewerten.

 

 

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Die Odyssee einer Depechentaube

 

Gestern in Greifswald: Dachdeckermeister Dietmar K. überdenkt seine Firmenphilosophie und installiert ein Kuppeldach

 

Greifswald (SPA): Der Greifswalder Dachdeckermeister und Flat-Earther (kurz „Flatter“) Dietmar K. hätte gern an der ersten Weltkonferenz seiner Mitstreiter teilgenommen. Aber ein volles Auftragsbuch verhinderte seine leibhaftige Anwesenheit bei der Veranstaltung, die vom 9. bis 10. November des letzten Jahres in North Carolina stattfand. So flog, statt ihm, seine Ruth los, eine Depechentaube, ausgestattet mit GPS, einer Kleinbildkamera und einem Großvogeltragetäschchen, das genügend Platz für ein Dutzend Mikrofilmchen bietet.

 

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Kopulationsgespräche beendet

 

Greifswald (SPA):  Nachdem ihre Angehörigen durch die wochenlangen Kopulationsverhandlungen  in Atem gehalten wurden, vermeldeten die Gesprächsparteien am heutigen Vormittag deren Abschluss. Vor allem die Einigung über die bis zuletzt vakanten Schlüsselpositionen im zukünftigen Gegen- und Miteinander hatte die Gespräche zuletzt ins Stocken gebracht.

 

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Der nivellierte Mensch

 


Greifswald (SPA): Dem Thema „Time for Change? – Schule zwischen demokratischem Bildungsauftrag und manipulativer Steuerung“ widmete sich am letzten Samstag eine Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal. Was Lehrer, Eltern und Bürger unternehmen können, um Schule wieder in die demokratische Verantwortung zu holen, stand neben der Analyse von manipulativen Techniken und Mitteln im Zentrum der Veranstaltung, die statt der erhofften 100 Personen 460 Interessierte ins Bergische Land zog.

 


 

 

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Randzeitenoffensive

 

 

Greifswald (SPA): Während Verbrauchermärkte mehr und mehr dazu übergehen, den Kunden zehnprozentige Preiserhöhungen auf Vorlage von Zehn-Prozent-Rabattmarken zurück zu erstatten, läuft bei einem Greifswalder Discounter eine nie dagewesene Offensive auf die Randzeiten an. Ab einem Einkaufswert von 99 Euro (außer Tiernahrung) erhält der Verbraucher ab sofort einen Kleinhund als Bonusgeschenk dazu und darf den kleinen Racker ab Markt mit nach Hause nehmen.

 

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Das Kondom des Antonio Collucci

 

 

Greifswald (SPA): Antonio Collucci erscheint um 15 Uhr auf dem Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen, um sich von der Deutschen Bahn in die Hansestadt Greifswald transferieren zu lassen. Aber es ist Wetter. So viel Wetter, dass das Unternehmen Zukunft kollabiert. Und bei Anbruch der winterlichen Dämmerung verspürt vermutlich kein Mensch, erst recht nicht Antonio Collucci, Lust, sich bei einem vorausgesagten Reiseende im beschaulichen Angermünde auf die Suche nach einem Hotelzimmer zu begeben.

 

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Sachen, die passieren werden …

 

Greifswald (SPA): … und die wir uns jetzt noch nicht vorstellen können. Mit dieser gestern in der Ostseezeitung veröffentlichten Aussage aus dem Pro-Arndt-Lager hat die Posse um den Greifswalder Universitätspatron die nächste Dimension erreicht. Wir haben uns in der Redaktion zusammengesetzt und mittels der anerkannten Methode des Gehirnstürmens (Brainstorming) zwanzig Sachen ermittelt, welche für unsere Heimatstadt zu einem in diesem Zusammenhang genannten „Riesenproblem“ werden könnten.

 

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Start der Grypsale

 

Greifswald (SPA): „Raus aus dem Kubus“ heißt es in den kommenden vier Wochen für die Kunstschaffenden der Hansestadt Greifswald. Im Rahmen der 1. Grypsale sind sie aufgefordert, an exponierten Punkten der Stadt ihre Werke einem breitem Publikum zu präsentieren und damit der künstlerischen Enge des am Karl-Marx-Platz stationierten Kunstkubus zu entfliehen. Dieser steht seit Beginn seiner Installation in heftiger Kritik von Stadtarchitekten, dem bürgerlichen Hobbyrechnungshof und den Künstlern selbst.

 

 

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Drei Viertel Hose

 

 

Greifswald (SPA):  Während erste Rosen in den pommerschen Vorgärten ihre Knospen öffnen, schwappt über den kleinen Teich der erste 2018er Modetrend aus Skandinavien nach Deutschland. Bei spontan angesetzten Grillfesten zeigen sich erste mutige Vertreter mit der inversen Dreiviertelhose, der von Fashion-Experten für die nächsten Wochen und Monate ein Siegeszug gen Süden vorausgesagt wird.

 

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Der andere Jahresrückblick

 

Fossiler Schnee, Jahrgang 2012

 

Greifswald (SPA): Die Welt schreibt den 3. Januar 2018 und ich habe mich durch dutzende Jahresrückblicke geklickt. Es ist so, als habe die Hautevolee der Blogger-, besser Influencer-, Szene diese bereits Ende Dezember auf der Festplatte, um dann am Neujahrstag in die Welt zu posaunen, was letztjährig am Tag X um die Hüften getragen, an Tag Y menürisiert oder welcher Flix-Bus am Tag Z Verspätung hatte. Wir von Brycke sind spät dran, möchten uns diesem Trend keinesfalls verwehren und schreiben zum Frühstück nieder, was uns in den vergangenen zwölf Monaten bewegt hat. Immer im Bewusstsein: Das Beste kommt zum Schluss!

 

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Wiehnachtsmann för een Ogenblick

 

Keen Muss: Wiehnachtsmann in en rode Mannel

 

 

 

 

Greifswald (SPA): An de eerste Wiehnachtsfieerdach mak ik en de Fröh en kort Spazeergang. Na de Markt ruut, wo de Mekelnborger Backstuw open hett. Ik gah da rin, stah denn in eener lang Töövslang un een Verköper achter de Tresen hett bannig wat to dohn.

 

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Pocahontas

 

Greifswald (SPA): In der Firma wird seit jeher die Zeitspanne zwischen Impuls (Anfrage) und Reaktion nicht in Minuten, Stunden oder Tagen gemessen. Die hierfür geschaffene Einheit beträgt exakt 1 Bormann.

 

An der Haltestelle stehen
Und es tut weh, dich schon wieder so wiederzusehen
Und es tut weh
Das wir gleich wieder gehen

 

Nun wirbelt sich IT-Administrator Bormann flummyhaft auf das von Frauen dreier Generationen mit dem ersten Gitarrenakkord gefüllte Parkett. Die über dem Saaleingang installierte Atomuhr zeigt tiefrot blinkend schier unglaubliche 2,37 Yoktobormann an.

 

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Alle(s) Roger

 

 

Greifswald (SPA): Eine ältere Frau wird geschlagen. Am Boden liegend mit Füßen malträtiert. So wie es bei der Beurteilung dieser Tat an sich keine zwei Meinungen geben kann, so schnell wandelt sich das selbstverständliche Mitgefühl für das Opfer in den sozialen Netzen in einen Schuldsuche-Motiv-Herkunfts-Shitstorm, der aus der Hüfte geschossen vorerst dort beim Täter („an die Wand!“) und hier der namentlichen Nennung toleranzschwafelnder und linksgrünversiffter Forumsmitglieder beginnt.

 

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Allein unter Frauen – Teil 2

 

Greifswald (SPA): Marlen weiß in der Folge von unzähligen Keksrezepten zu berichten, von denen sie im Laufe ihres Lebens gelesen und gehört, sie später jedoch wieder vergessen habe. Kurze Pausen in ihren Ausführungen nutzt sie, um, von ihrem ersten Fund beflügelt, in der Wohnung nach weiteren erigierten Brustflossen und Ähnlichem zu fahnden. Bis ihre Augen nach einer Oberkörperdrehung zwei gerahmte Bilder an der Wand direkt hinter ihrem Rücken entdecken. An Lena gewandt fragt sie: „Hast du die auch gemacht?“ Das bis soeben mir und der Kreisstanze gewidmete Lächeln wird zu einem lauten Lachen. „Das sind zwei Dali-Drucke, die ich mir vor einigen Jahren aus Barcelona mitgebracht habe. Mit Motiven aus der Göttlichen Komödie.“

 

 „Lena Dali. Was für ein Name!“, bemerke ich.

 

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Allein unter Frauen - Teil 1

 

 

Greifswald (SPA): Traditionell lädt Lena kurz vor dem feierlichen Entzünden der ersten Adventskerze einige Freunde zum Plätzchenbacken ein. Der Anstoß erfolgt am Samstag um 15:30 Uhr. Eine Parallelveranstaltung zur Bundesliga. Wenige Minuten nach Drei betätigen die ersten Hobbybäcker den türsignalen Klingelknopf. Heide schlägt auf Position Eins auf. Dann läuten Ina und Marlen. Bisschen später Lena Zwo mit Tochter. Und zum Schluss erscheint Kristin. Männer? Ich bin da.

 

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Ende Gelände

 

 

Greifswald (SPA): Ich bin unterwegs zum Sandow-Konzert in Rostock und entdecke im Vorbeifahren zwei junge Männer an einer ziemlich ungünstigen Stelle am Straßenrand stehen. „Rostock“ ist auf einem Schild zu lesen, das der eine vor der Brust trägt. Zu spät gesehen, denke ich noch und biege wenig später am Ende der Grimmer Straße nach rechts ab, um zu tanken. Ein Dutzend weiterer Feierabendtanker haben offenbar dieselbe Idee, weshalb ich sofort kehrt mache, wieder in Richtung Bahnhof fahre, auf dem Netto-Parkplatz halte und hinüberrufe: „Wollt ihr mit?“.

 

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Nomaika

 

 

Halten sich fit: Mollusken an einem Übungsbaum

 

 

 

Greifswald (SPA): Eine in Echtzeit und parallel zu den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU, FDP und GRÜNEN gedrehte Dokumentation musste in der letzten Nacht überraschend abgebrochen werden.

 

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Die Zeitreise des Otto von Bismarck

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Es ist stockdunkel und diesig, als wir in Greifswald starten – so dunkel, dass es wenig Sinn macht, über Land zu fahren und ihm ein bisschen von der Schönheit Vorpommerns und Mecklenburgs zu zeigen. Nachdem er gestern noch mal gedankenverloren, dann wieder freudig erregt durch seine alte Heimat Eldena streifte, wirkt er nun ein wenig enttäuscht.

 

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Platons Höhle

 

 

Greifswald (SPA): Eine Diskussion am Samstagabend zum Zustand der BILD-ung, des UNTER-RICHTENs und des Er-ZIEHENs an den Schulen und der Universität bringt mich dort dazu, eine kleine Anekdote aus meinen Studientagen preiszugeben, die, so die einhellige Meinung in unserer kleinen Runde, den Zustand des Systems selbst im Heute zutreffend beschreibt.

 

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Danish Dynamite

 

 

Greifswald (SPA): Als es an die Verteilung der dänischen Schlafgäste geht, muss ich als neues Mitglied der Beherbergungsgemeinde sehen, was übrig bleibt. Das geheimnisvolle Getuschel und Gelächter, das sich mit dem Los namens Mogens unter meinen Freunden ergibt, weckt in mir ein wenig Spannung, da der Mann bei seinen bisherigen Auftritten offenbar ein paar ganz tiefe Spuren in der nordostdeutschen Erde hinterlassen hat. 

 

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Zwei Tage Muskelkater

 

Ursache, dann Wirkung

 

 

Greifswald (SPA): In der Nachbarschaft trampelt der Merkules-Sportsmann wieder einmal um 7 Uhr die Treppe hinunter, so als würde er auf jede einzelne Stufe noch einen Telemark zaubern. Um sich, auf diese Weise unlügbar aufgewärmt, im nächsten Moment die Stöcker umzuschnallen und, nachdem er die Tür aus dem Weitwinkel zuscheppern lässt, seine morgendliche Nordic-Walking-Runde auf dem Wall zu beginnen.

 

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Rendezvous im Märchenwald

 

 

 

Greifswald (SPA): Es war einmal ein tiefer dunkler Wald, der von Jahr zu Jahr dunkler wurde, da all das gefallene Laub und das gebrochene Geäst kaum noch einen Sonnenstrahl auf den Boden ließen und Pilze, wenn sie denn wuchsen, ein unscheinbares und für menschliche Augen kaum sichtbares Dasein fristeten.

 

 

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Wort zum Mittwoch

 

Manche Losungen sind wirklich Kacke ...

 

 

Greifswald (SPA): Ich schlug an einem Donnerstag vor drei Jahrzehnten in Greifswald auf. Zum Studieren und „umgelenkt“ von Dresden in diese Stadt, von der ich bis dahin gefühlt nur aus einem Gerichtsbericht in der Wochenpost gelesen hatte. Das Besondere an diesen Berichten: die Täter bekamen Tiernamen, die ebenso wie der Vorname mit der Initiale der Stadt begannen. Keine genaue Erinnerung, aber vermutlich hatte in diesem Fall der Greifswalder Günter Ganter ein gelbes Fahrrad gestohlen.

 

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Schwarz und Weiß

 

Greifswald (SPA): Mit der Reanimation des Greifswalder Namensstreites um den Patron der Universität ist eine Neubesetzung der Stühle Schwarz und Weiß in greifbare Nähe gerückt. Nachdem die Initiative "Ernst Moritz Arndt bleibt" sich im Frühjahr erfolgreich um 1040 Unterschriften für eine Urabstimmung bemüht hatte, deren Tinten mangels Controlling jedoch vier Monate im Nirvana austrockneten, rief der Akademische Senat nun zur erneuten Beschäftigung mit der Umbenennung auf. Grund ist die Behebung der im Januar vom Bildungsministerium beanstandeten Formfehler im Zuge der letzten Abstimmung.  

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Moor Drive-In

 

Greifswald (SPA): Seit gestern besitzt Mecklenburg-Vorpommern das weltweit erste Moor Drive-In und hat damit einen neuen Impuls für die im Aufschwung begriffene, gesundheitsorientierte Tourismusbranche gesetzt. Mit dem Abbruch eines Teilstücks der A20 in der Trebeltalquerung zwischen Greifswald und Rostock werden Nutzer der Küstenautobahn in die Lage versetzt, Verspannungen und Muskelverhärtungen, die sich auf der langen Reise durch die Weiten des Bundeslandes manifestiert haben, ohne nennenswert zusätzlichen Zeitaufwand schmerztherapeutisch mit Moorpackungen zu versorgen.

 

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Datenschutz im medizinischen Dienst

 

 

 

Greifswald (SPA): Der um halb Elf avisierte Termin ist seit einer Dreiviertelstunde verstrichen. Ich blicke ein weiteres Mal ungeduldig auf die Uhr, die direkt über dem Fahrstuhl hängt und versuche mich mit einer neuerlichen Prophezeiung. Dass der Aufruf meines Namens binnen der nächsten fünfzehn Minuten erklingen wird. Neue Richtzeit: 11:30 Uhr.

 

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Re(h)Turn

 

 

 

Liebe Kinder, liebe Jugend!

 

 

Das ist ein Springbock (kurz: Bock). Der Springbock steht auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Sportgeräte. Bis weit in das letzte Viertel des 20. Jahrhunderts war er, vor allem in den Monaten November bis März, in den Turnhallen Deutschlands anzutreffen. Meist hielt er sich im geschlossenen Gelände auf dem Parkett zwischen einem Sprungbrett und einer dicken Matte auf. Ersteres erleichterte das Überqueren des Springbocks, die Matte wiederum federte die unbedingt anschließende und durch die Gravitation erzwungene Landung ab. Wer den Sprung über den Bock verweigerte oder gar um diesen herumlief, wurde durch den Springbockhalter sanktioniert.  

 

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Raute bleibt

 

Raute als Herzstück: Merkels taktische Aufstellung

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Zur Ausweihung des Kunstrasenplatzes im Volksstadion gastiert am Donnerstag Trainerkanzlerin Angela Merkel mit der neuen Regierungsmannschaft in der Hansestadt. Obwohl sie mit einigen personellen Überraschungen aufwartet, scheint bereits jetzt eines festzustehen: Die Trainerin hält an der bewährten Raute fest. SPA und Brycke gewähren einen exklusiven Blick auf die taktische Aufstellung.

 

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Eiszeit

 


 

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Fünfmal beißt es in meiner Jackentasche. Dann finde ich eine Parklücke in der Stadt, steige aus dem Auto und pule das Handy heraus. Christoph. Anruf in Abwesenheit. Ich aktiviere mit dem Daumen seinen Namen und schon höre ich seine Stimme. 

 


 

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Die wundersame Genesung des Patienten W.

 

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Ich ziehe den Vorhang ein wenig zurück und spähe in das Nachbarzimmer. Drei dahinsiechende Patienten und ein freies Bett, an dessen Ende ich auf einem Schild meinen Namen entdecke.

 

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Die letzte der Libellen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Es spätsommert. Für drei Stunden und nur ein bisschen. Ich lese mich durch die wunderbaren Bilder eines John Irving, die der mit Worten in sein „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ gemalt hat. Man muss der Held des eigenen Lebens werden.

 

 

 

 

 

 

 

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Spagat auf dem Rad

 

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Es ist 16:42 Uhr in Greifswald. Ronny und ich stehen in einem Pulk von Radfahrern, der sich an der Ecke Volksstadion gebildet hat, um gemeinsam bei Ampel Grün den Karl-Liebknecht-Ring zu queren. Vor uns liegen 850 dieselfreie Meter Fahrrad- und Fußgängerstraße. 850 schnurgerade Meter unserer mit Wahlplakaten zugehängten Transitstrecke. 850 Meter Rasch Hour.

 

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Speisen nach Lautschrift

 

 

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Nun bin ich zeitig dran. Ein nicht termingerecht durchgeführter Termin und schon habe ich satte 90 Minuten bis zum nächsten Gespräch. Und das auf einem außerstädtisch-peripheren Terrain, welches mir nicht einmal die Option offen lässt, ein Fachgeschäft zu betreten und terminlosen Frauen beim zeitlosen Anpassen von Schuhwerk zuzusehen. Gegebenenfalls bei Lust auf eine aktivere Art der Interaktion dabei zu beraten. Apropos satt: mich hungert es.

 

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Intergalaktisches Marketing

 

 

Wecken trotz Helmpflicht: Darth Vader bei einem Absolventen

 

 

Greifswald (SPA): Mit einer neuen und innovativen Marketingstrategie versucht die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, den sinkenden Studierendenzahlen entgegenzuwirken. Nachdem die 1456 gegründete Alma Mater in ihre letzte medienwirksame Kampagne die einheimische Bevölkerung einbezog, setzt sie nach den im sogenannten Namensstreit gesammelten Erfahrungen nun alles auf die intergalaktische Komponente.

 

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Konni kniggt ab

 

 

Virales Gift: Legger Gurgelsalat ... und schon kniggt Konni ab

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Beim allmonatlichen Vollkontakttreffen der Greifswalder Diskursgruppen, das gestern in Neu Boltenhagen ausgetragen wurde, lichtete ein investigativer Fotograf den Teilnehmer Konrad L., 49 Jahre, KfZ-Meister, eine Frau (brü- und nett), vier Kinder, zwei Katzen, ein 5er BMW, wohnhaft in Ladebow, Fan von Bruce Springsteen, Nora Tschirner und der Comedy-Serie „Alf“, von allen nur Konni genannt, beim heimlichen oralen Leeren von Restbeständen einer großen Schüssel Gurkensalat (grün) ab.

 

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Ernests Diadem

 

 

 

 

Greifswald (SPA): „Vergessen wir den Aluhut!“ Mit diesem Slogan und dem passenden Produkt sorgt der Greifswalder Hersteller HoKaMo-Hutdesign (Anm. der Redaktion: das Kürzel steht für Hooton, Kaufman, Morgenthau) für Furore. Das Diadem des Ernest erweitert das ohnehin riesige Angebot an Leichtmetall-Kopfschmuck um ein Element, das eine attraktive Alternative in der bisher recht starr und bieder wirkenden Produktpalette bietet.

 

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Mann der Woche

 

Mitten in Greifswald: Unter dem Eindruck eines Schreibens der Stiftung Wahrheitstest denkt ein Bürger neu ...

 

 

Greifswald (SPA): Das war knapp! Mit der ersten Ausgabe seines Probe-Abos einer lokalen Tageszeitung angelte der in der Greifswalder Pinocchiostraße wohnhafte André H. ein Schreiben der Stiftung Wahrheitstest aus dem Briefkasten. Dieses enthielt die knappe Mitteilung: Vorsicht: Feg News!

 

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Die Fräse

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Als nimmermüder Optimist frohlocke ich, zum Entfernen meines Soft-Cast-Verbandes stelle mir die Klinik einen mit feinmotorischen Soft Skills ausgestatteten und in der Blüte seines Schaffens stehenden Doktor ab. Einen, der bei den morgendlichen Visiten spätestens als Fünfter an die Reihe kommt, um mit einer dem Oberarzt gleichen, teilnahmsvollen Miene zart über das vom niederen Personal stringent gerückte Betttuch streichen zu dürfen. Einen, der berechtigt ist, schlagfertig von einem am Fußende angebrachten Metallschild den Namen des Patienten zu rezitieren. Falls der Gott in Weiß routiniert die ahnungslose Frage fragt: „Na, wen haben wir denn hier?“. „Dirk …“. „Ach ja, die kaputte Hand.“

 

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Der Sorbenfinger

 

 

Greifswald (SPA): Im Klinikum streife ich mir den hochgradig unerotischen Operations-Schlüpfer über, eine der Todsünden des elastisch-großmaschigen Netzdesigns, schlüpfe in das hinten offene OP-Hemd und klettere auf das bereitstehende Transportbett. Die hinzugeeilte Stationsschwester verabreicht mir die obligatorische LmaA-Tablette. Nun sehe ich mit arg begrenztem Optimismus einer persönlichen Premiere entgegen. Einer Plexus-Anästhesie. Dies bedeutet: ein lokal wirkendes Betäubungsmittel wird unter Verwendung eines spitzen Gegenstandes durch die ach so empfindliche Achselhöhle in den Körper transferiert.

 

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Opfer dieses Liedes

 

Greifswald (SPA): Zu gegebenen Anlässen bestaunen manche Freunde, dass sich einer in ihrer Mitte integriert hat, der „Losing my Religion“ von R.E.M. oder „Otherside“ von den Red Hot Chili Peppers hört. Damit nicht genug: gar danach tanzt. Meine solistischen Darbietungen auf einer Tanzfläche, die bis soeben zu flotten Hits von Roland Kaiser durch sechzig tippelnde Beine mehrfach vermessen und in der molekularen Zusammensetzung unterer Luftschichten durch vielfältige Wurfelemente und Pirouetten regelrecht zerwirbelt wurde, hinterlassen beim Publikum seriöses Unverständnis. Schlimmer noch: Bei Männerwahl erstirbt der Solidargedanke und es ducken und/oder schnäuzen sich die Damen!

 

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Mission Impossible

 

Vor drei Monaten: ein zuversichtlicher André H. im Eingangsbereich des brasilianischen Urwalds

 

 

 

Greifswald / Manaus (SPA): Seit drei Monaten ist der Greifswalder Zoologe André H. im zentralen Amazonasgebiet auf der Suche nach dem Mützenfalter (Papilio pileus). Das Exemplar aus der Ordnung der Lepidoptera (Schmetterlinge) lässt sich einer Überlieferung nach gern auf Mützenschirmen und Hutkrempen nieder und wird aus diesem Grunde auch Hutkantensitzer genannt.

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Die letzte Schlacht

 

 

Luftgespiegelt bis Greifswald: Jackson lässt die Hauptstadt der Elben brennen

 

 

Greifswald / Hamburg (SPA):  Mit einem Geniestreich erfuhr die Tolkien-Reihe „Der Herr der Ringe“ am letzten Wochenende eine unerwartete Fortsetzung. Bis zum letzten Moment der 64-stündigen Übertragung fesselte Regisseur Peter Jackson Millionen ahnungslose Zuschauer an die Fernsehsessel und hielt die Nationen der Welt bei Atem.

 

 

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Vegan grillen

 

 

 

Greifswald (SPA): Am Dienstagmorgen erklärt sie die Festwoche anlässlich ihres Geburtstages für beendet: „Jetzt ist erstmal Schluss mit Alkohol!“. Nur zwei Stunden nach diesem Satz meldet mein Handy einen Posteingang: „Am Freitag kommen drei Kollegen zum Grillen und am Samstag sind wir bei Heike zu einem kleinen Umtrunk eingeladen. Ist das okay für dich?“. Mein Phone antwortet extra dry mit einem Smiley. Einem, das grinst.

 

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Der Weis(s)e Block

 

Weis(s)er Block: Schick nach Hamburg

 

 

Greifswald / Hamburg (SPA):  Eine gute Woche vor dem Beginn des G20-Gipfels hat sich der Weis(s)e Block in der Hansestadt Greifswald ein letztes Mal zu seinen Aktionszielen verständigt. Auf der Pressekonferenz nach Abschluss des dreitägigen Treffens gab das 2014 gegründete, transatlantisch-pazifisch-indische und zirkumbaltische Demonstrationsbündnis bekannt, an der bisherigen Strategie des totalen Gewaltverzichts festzuhalten.

 

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Die Maus in der Hand