Sachen, die passieren werden …

 

Greifswald (SPA): … und die wir uns jetzt noch nicht vorstellen können. Mit dieser gestern in der Ostseezeitung veröffentlichten Aussage aus dem Pro-Arndt-Lager hat die Posse um den Greifswalder Universitätspatron die nächste Dimension erreicht. Wir haben uns in der Redaktion zusammengesetzt und mittels der anerkannten Methode des Gehirnstürmens (Brainstorming) zwanzig Sachen ermittelt, welche für unsere Heimatstadt zu einem in diesem Zusammenhang genannten „Riesenproblem“ werden könnten.

 

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Pocahontas

 

Greifswald (SPA): In der Firma wird seit jeher die Zeitspanne zwischen Impuls (Anfrage) und Reaktion nicht in Minuten, Stunden oder Tagen gemessen. Die hierfür geschaffene Einheit beträgt exakt 1 Bormann.

 

An der Haltestelle stehen
Und es tut weh, dich schon wieder so wiederzusehen
Und es tut weh
Das wir gleich wieder gehen

 

Nun wirbelt sich IT-Administrator Bormann flummyhaft auf das von Frauen dreier Generationen mit dem ersten Gitarrenakkord gefüllte Parkett. Die über dem Saaleingang installierte Atomuhr zeigt tiefrot blinkend schier unglaubliche 2,37 Yoktobormann an.

 

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Alle(s) Roger

 

 

Greifswald (SPA): Eine ältere Frau wird geschlagen. Am Boden liegend mit Füßen malträtiert. So wie es bei der Beurteilung dieser Tat an sich keine zwei Meinungen geben kann, so schnell wandelt sich das selbstverständliche Mitgefühl für das Opfer in den sozialen Netzen in einen Schuldsuche-Motiv-Herkunfts-Shitstorm, der aus der Hüfte geschossen vorerst dort beim Täter („an die Wand!“) und hier der namentlichen Nennung toleranzschwafelnder und linksgrünversiffter Forumsmitglieder beginnt.

 

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Danish Dynamite

 

 

Greifswald (SPA): Als es an die Verteilung der dänischen Schlafgäste geht, muss ich als neues Mitglied der Beherbergungsgemeinde sehen, was übrig bleibt. Das geheimnisvolle Getuschel und Gelächter, das sich mit dem Los namens Mogens unter meinen Freunden ergibt, weckt in mir ein wenig Spannung, da der Mann bei seinen bisherigen Auftritten offenbar ein paar ganz tiefe Spuren in der nordostdeutschen Erde hinterlassen hat. 

 

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Wort zum Mittwoch

 

Manche Losungen sind wirklich Kacke ...

 

 

Greifswald (SPA): Ich schlug an einem Donnerstag vor drei Jahrzehnten in Greifswald auf. Zum Studieren und „umgelenkt“ von Dresden in diese Stadt, von der ich bis dahin gefühlt nur aus einem Gerichtsbericht in der Wochenpost gelesen hatte. Das Besondere an diesen Berichten: die Täter bekamen Tiernamen, die ebenso wie der Vorname mit der Initiale der Stadt begannen. Keine genaue Erinnerung, aber vermutlich hatte in diesem Fall der Greifswalder Günter Ganter ein gelbes Fahrrad gestohlen.

 

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Schwarz und Weiß

 

Greifswald (SPA): Mit der Reanimation des Greifswalder Namensstreites um den Patron der Universität ist eine Neubesetzung der Stühle Schwarz und Weiß in greifbare Nähe gerückt. Nachdem die Initiative "Ernst Moritz Arndt bleibt" sich im Frühjahr erfolgreich um 1040 Unterschriften für eine Urabstimmung bemüht hatte, deren Tinten mangels Controlling jedoch vier Monate im Nirvana austrockneten, rief der Akademische Senat nun zur erneuten Beschäftigung mit der Umbenennung auf. Grund ist die Behebung der im Januar vom Bildungsministerium beanstandeten Formfehler im Zuge der letzten Abstimmung.  

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Datenschutz im medizinischen Dienst

 

 

 

Greifswald (SPA): Der um halb Elf avisierte Termin ist seit einer Dreiviertelstunde verstrichen. Ich blicke ein weiteres Mal ungeduldig auf die Uhr, die direkt über dem Fahrstuhl hängt und versuche mich mit einer neuerlichen Prophezeiung. Dass der Aufruf meines Namens binnen der nächsten fünfzehn Minuten erklingen wird. Neue Richtzeit: 11:30 Uhr.

 

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Eiszeit

 


 

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Fünfmal beißt es in meiner Jackentasche. Dann finde ich eine Parklücke in der Stadt, steige aus dem Auto und pule das Handy heraus. Christoph. Anruf in Abwesenheit. Ich aktiviere mit dem Daumen seinen Namen und schon höre ich seine Stimme. 

 


 

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Die Fräse

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Als nimmermüder Optimist frohlocke ich, zum Entfernen meines Soft-Cast-Verbandes stelle mir die Klinik einen mit feinmotorischen Soft Skills ausgestatteten und in der Blüte seines Schaffens stehenden Doktor ab. Einen, der bei den morgendlichen Visiten spätestens als Fünfter an die Reihe kommt, um mit einer dem Oberarzt gleichen, teilnahmsvollen Miene zart über das vom niederen Personal stringent gerückte Betttuch streichen zu dürfen. Einen, der berechtigt ist, schlagfertig von einem am Fußende angebrachten Metallschild den Namen des Patienten zu rezitieren. Falls der Gott in Weiß routiniert die ahnungslose Frage fragt: „Na, wen haben wir denn hier?“. „Dirk …“. „Ach ja, die kaputte Hand.“

 

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Der Sorbenfinger

 

 

Greifswald (SPA): Im Klinikum streife ich mir den hochgradig unerotischen Operations-Schlüpfer über, eine der Todsünden des elastisch-großmaschigen Netzdesigns, schlüpfe in das hinten offene OP-Hemd und klettere auf das bereitstehende Transportbett. Die hinzugeeilte Stationsschwester verabreicht mir die obligatorische LmaA-Tablette. Nun sehe ich mit arg begrenztem Optimismus einer persönlichen Premiere entgegen. Einer Plexus-Anästhesie. Dies bedeutet: ein lokal wirkendes Betäubungsmittel wird unter Verwendung eines spitzen Gegenstandes durch die ach so empfindliche Achselhöhle in den Körper transferiert.

 

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Opfer dieses Liedes

 

Greifswald (SPA): Zu gegebenen Anlässen bestaunen manche Freunde, dass sich einer in ihrer Mitte integriert hat, der „Losing my Religion“ von R.E.M. oder „Otherside“ von den Red Hot Chili Peppers hört. Damit nicht genug: gar danach tanzt. Meine solistischen Darbietungen auf einer Tanzfläche, die bis soeben zu flotten Hits von Roland Kaiser durch sechzig tippelnde Beine mehrfach vermessen und in der molekularen Zusammensetzung unterer Luftschichten durch vielfältige Wurfelemente und Pirouetten regelrecht zerwirbelt wurde, hinterlassen beim Publikum seriöses Unverständnis. Schlimmer noch: Bei Männerwahl erstirbt der Solidargedanke und es ducken und/oder schnäuzen sich die Damen!

 

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Der Weis(s)e Block

 

Weis(s)er Block: Schick nach Hamburg

 

 

Greifswald / Hamburg (SPA):  Eine gute Woche vor dem Beginn des G20-Gipfels hat sich der Weis(s)e Block in der Hansestadt Greifswald ein letztes Mal zu seinen Aktionszielen verständigt. Auf der Pressekonferenz nach Abschluss des dreitägigen Treffens gab das 2014 gegründete, transatlantisch-pazifisch-indische und zirkumbaltische Demonstrationsbündnis bekannt, an der bisherigen Strategie des totalen Gewaltverzichts festzuhalten.

 

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Schaum vorm Mund

 

 

 Miese Diskussionsgrundlage: Schaum vorm Mund

 

 

 

 

Greifswald (SPA):  Eine Studie zum aktuellen Stand der gelebten Diskussionskultur in der Hansestadt Greifswald kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Mit steigender Tendenz treten überproportional viele Probanden mit Schaum vor dem Mund in den zwischenmenschlichen Meinungsaustausch.

 

 

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Neu bestuhlt

 

Lehnenlos in den Senat: Stuhlgarnitur Buh!

 

 

Greifswald (SPA): Ein Greifswalder Malermeister erhielt überraschend den Zuschlag für die neue Bestuhlung des Akademischen Senats der Universität. Mit seiner originellen Sitzmöbelkreation Buh! setzte er sich gegen sieben weitere Mitbewerber aus Deutschland, Schweden und Österreich durch.

 

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De Mann, de över Water löppt (Deel Twee)

 

 

En Booschgäbbi

 

 

 

 

En Tosamenfaten ut de eerste Deel: En Poor Oorlööfer ut Sachsen kieken op Riemseroort rut op dat Water un sehn uns Fischermann Harms Hollatz. De hett sin Schipp up Reede, wiel de oplandig Wind nich geiht, un löppt nu över dat Water. Ik mutt wegen de traditschonelle Ümstänne op all Fragen vun de Gäst antern.

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Greifswalder Losungen

 

Losung in der Draufsicht (auch Fluchtansicht).

 

 

 

Greifswald (SPA): Es war im Sommer 2002 in der Wildschönau (Tirol). Mein Sohn (11) und ich sind auf dem Rückweg von einer ausgiebigen Bergwanderung, auf der er stolz vier Gipfelstempel gesammelt hat. Nun stapfen wir einen breiten Kiesweg entlang, der uns in Serpentinen wieder ins Tal führt. Nachteil: am Hang stehend sieht der Wandersmann, an welcher Stelle er sich in etwa fünfzehn Minuten befinden wird.

 

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Puttversuch gescheitert

Sibil Celmük greift kurz vor dem Puttversuch nach dem Paddel. Wettpate Erdogan (sportiv im Trainingsanzug) tritt zögerlich zurück.

 

Ankara (SPA): In der beliebten Fernsehsendung „Bahse girelim mi ..?“, dem türkischen Ableger des TV-Formats „Wetten, dass ..?“, scheiterte am Freitagabend ein Puttversuch. Seitdem ist die Stimmung im Land gespalten. Hat Sibil Celmük, die 37-jährige Angestellte eines Golfhotels bei Adana, den Puttversuch nur vorgetäuscht oder besaß sie reelle Chancen, die Wette zu gewinnen?

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Frustgrätsche am Samstag

Rasenerosion: rasend wilde Sau am St. Georgsfeld

 

Greifswald (SPA): Die Walze war soeben vom Grün geräumt, schon kam sie wieder zum Einsatz. Aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung, durch die sie den Greifswalder SV Puls massiv benachteiligt sah, stürmte am Samstagnachmittag eine Wildsau aus dem nahen Ryckwäldchen den Fußballplatz am St. Georgsfeld und ging mit gestreckten Vieren mehrmals gegen einen virtuellen Gegner vor.

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