Staatsschutz ermittelt

 

Anschlagsort: die beschauliche Unkel-Bräsig-Strat in Greifswald

 

 

Greifswald (SPA): Nach dem eventuell gezielten Tritt eines Passanten oder der eventuell ungezielten Attacke eines(r) minderjährigen Dreiradlenkers(in) auf einen AfD-Aufsteller am vergangenen Montag, in dessen Folge die überteuerte und sehr boulevardnah platzierte Marketinginstallation in Leichtmetallbauweise eine exakte Drehung um 84 Grad unter einseitigen Abwurf der in Blau gehaltenen Plakatierung vollzog sowie dem freitäglichen Gülleanschlag auf mehrere Besucherzelte des Festivals „Wasted in Jarmen“ musste die Polizei in den späten Abendstunden des gestrigen Samstags ein drittes Mal in dieser Woche zu einem eventuell politisch motivierten Anschlag ausrücken.


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Lütkes Muss und Grimbarts Versammlungen

 

Ein Gastbeitrag von Anna Naomi Maus

 

 


Greifswald (SPA): Ein schüchternes Klopfen an Grimbarts Tür. Nach seinem kurzen „Ja!“ stapfen Bockert und Petz in den Bau. Sie grüßen kurz und setzen sich an den runden Tisch, in dessen Mitte ein Dutzend angespitzter Bleistifte, Radiergummis, Lineale und Formelblätter auf den Gebrauch durch zwei Könige der Nutzholzbearbeitung warten. Zwei Könige, die einst entkräftet durch das mit allerlei unnützem Wissen gestickte Sieb von BILDung und UNTER-RICHTEN gefallen waren und nun im geschützten Fabelmärchenwald multilateral auf ein Leben in der freien Wildbahn vorbereitet werden.

 

 

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Mesut: Er singt nicht

 

 

Greifswald (SPA): Da lassen sich zwei deutsche Nationalspieler, die Betonung liegt auf türkischstämmig, mit Trikot, signiertem Grußwort und dem Irren vom Bosporus ablichten. Das German Wide Web und das Frühstücksfernsehen laufen Amok. Greifswalder Hobby-Propagandisten ziehen das so (meinungs)frei erfundene Höcke/Götze-Foto aus dem Ärmel und wissen, warum der deutsche Mario nicht nach Russland darf.

 

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Der Beitrag zwischenmenschlicher Gesprächspsychologie zur Erfolgsoptimierung beim Bowlingsport

 

Greifswald (SPA): Zweimal im Jahr trifft sich unsere Männerrunde in der Bahnhofstraße. Um sich neben dem gemeinsamen Bier die letzten Quartale Arbeitsleben aus der Aura zu bowlen. Manchmal, so wie heute, ist auch eine Frau dabei. Eine muss ja gewinnen. Die Aufteilung der Anwesenden auf die beiden gebuchten Bahnen gestaltet sich very deutsch. Nach dem Leistungsprinzip, das bei den letzten derartigen Veranstaltungen ermittelt worden ist. So starte ich auf Bahn Zwei. Peter auch.

 

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Pocahontas

 

Greifswald (SPA): In der Firma wird seit jeher die Zeitspanne zwischen Impuls (Anfrage) und Reaktion nicht in Minuten, Stunden oder Tagen gemessen. Die hierfür geschaffene Einheit beträgt exakt 1 Bormann.

 

An der Haltestelle stehen
Und es tut weh, dich schon wieder so wiederzusehen
Und es tut weh
Das wir gleich wieder gehen

 

Nun wirbelt sich IT-Administrator Bormann flummyhaft auf das von Frauen dreier Generationen mit dem ersten Gitarrenakkord gefüllte Parkett. Die über dem Saaleingang installierte Atomuhr zeigt tiefrot blinkend schier unglaubliche 2,37 Yoktobormann an.

 

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Die wundersame Genesung des Patienten W.

 

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Ich ziehe den Vorhang ein wenig zurück und spähe in das Nachbarzimmer. Drei dahinsiechende Patienten und ein freies Bett, an dessen Ende ich auf einem Schild meinen Namen entdecke.

 

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Die Fräse

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Als nimmermüder Optimist frohlocke ich, zum Entfernen meines Soft-Cast-Verbandes stelle mir die Klinik einen mit feinmotorischen Soft Skills ausgestatteten und in der Blüte seines Schaffens stehenden Doktor ab. Einen, der bei den morgendlichen Visiten spätestens als Fünfter an die Reihe kommt, um mit einer dem Oberarzt gleichen, teilnahmsvollen Miene zart über das vom niederen Personal stringent gerückte Betttuch streichen zu dürfen. Einen, der berechtigt ist, schlagfertig von einem am Fußende angebrachten Metallschild den Namen des Patienten zu rezitieren. Falls der Gott in Weiß routiniert die ahnungslose Frage fragt: „Na, wen haben wir denn hier?“. „Dirk …“. „Ach ja, die kaputte Hand.“

 

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Der Sorbenfinger

 

 

Greifswald (SPA): Im Klinikum streife ich mir den hochgradig unerotischen Operations-Schlüpfer über, eine der Todsünden des elastisch-großmaschigen Netzdesigns, schlüpfe in das hinten offene OP-Hemd und klettere auf das bereitstehende Transportbett. Die hinzugeeilte Stationsschwester verabreicht mir die obligatorische LmaA-Tablette. Nun sehe ich mit arg begrenztem Optimismus einer persönlichen Premiere entgegen. Einer Plexus-Anästhesie. Dies bedeutet: ein lokal wirkendes Betäubungsmittel wird unter Verwendung eines spitzen Gegenstandes durch die ach so empfindliche Achselhöhle in den Körper transferiert.

 

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Der Weis(s)e Block

 

Weis(s)er Block: Schick nach Hamburg

 

 

Greifswald / Hamburg (SPA):  Eine gute Woche vor dem Beginn des G20-Gipfels hat sich der Weis(s)e Block in der Hansestadt Greifswald ein letztes Mal zu seinen Aktionszielen verständigt. Auf der Pressekonferenz nach Abschluss des dreitägigen Treffens gab das 2014 gegründete, transatlantisch-pazifisch-indische und zirkumbaltische Demonstrationsbündnis bekannt, an der bisherigen Strategie des totalen Gewaltverzichts festzuhalten.

 

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Schaum vorm Mund

 

 

 Miese Diskussionsgrundlage: Schaum vorm Mund

 

 

 

 

Greifswald (SPA):  Eine Studie zum aktuellen Stand der gelebten Diskussionskultur in der Hansestadt Greifswald kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Mit steigender Tendenz treten überproportional viele Probanden mit Schaum vor dem Mund in den zwischenmenschlichen Meinungsaustausch.

 

 

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Einzelhandel lahmgelegt

 

 

Verwaist: Greifswalder Discounter am gestrigen Nachmittag

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Die von einer Bürgerinitiative organisierte Pro-Arndt-Demonstration legte am Samstagnachmittag den Greifswalder Einzelhandel trocken. Anbieter wie ALDI beklagten ab den Mittagsstunden menschenleere Verkaufsgänge und damit einhergehend dramatische Umsatzeinbrüche.

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Steckbrief eines Feuerteufels

 

 

Kritik am Kerngeschäft der Greifswalder Polizeiarbeit: unwichtige Dinge im Fokus (hier ein ohne Beleuchtung radelnder Radfahrer bei Neumond)

 

 

 

Greifswald (SPA): Seit zwei Jahren hält ein Feuerteufel die Wehren Greifswalds und der umliegenden Gemeinden in Bewegung. So ärgerlich die dabei entstandenen materiellen Verluste sind, ist es allein glücklicher Umständen zu verdanken, dass es bis dato zu keinen Personenschäden kam.

 

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In den Clown der Therapie

 

 

 

Therapeutischer Ansatz: Demaskierter Clown beim "Wer bin ich?"

 

 

 

 

 

 

Greifswald (SPA): In den medialen Hype um die Sichtung sogenannter Grusel-Clowns schalten sich nach dem Feuilleton und der Satire-Plattform Postillon nun auch Mediziner, Schriftsteller Stephen King und der Dachverband Clowns in Medizin und Pflege in Deutschland in die kontroverse Diskussion ein. Während Bestseller-Autor King („Er“, „Sie“, „Es“) zu einem Herunterfahren der allgemeinen Hysterie rät, verweisen Mediziner auf das von der WHO anerkannte und seltene Krankheitsbild der Coulrophobie. Dies sei eine äußerst seltene Störung, die durch eine Angst vor Clowns gekennzeichnet ist.

 

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Der Mann, der in Island blieb

 

 

 

Olafsvik um 21 Uhr: Holnar Andreson beim Individual Viewing

 

 

 

 

Olafsvik (SPA): Soeben erfolgt der Anstoß für das erste Gruppenspiel der Isländer gegen Portugal. Jene Nordmänner, die kein Ticket für das Stadion ergattern konnten, feiern ausgelassen in den Straßen und Pubs von Saint Etienne. Einer nicht.

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Frustgrätsche am Samstag

 

Rasenerosion: rasend wilde Sau am St. Georgsfeld

 

Greifswald (SPA): Die Walze war soeben vom Grün geräumt, schon kam sie wieder zum Einsatz. Aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung, durch die sie den Greifswalder SV Puls massiv benachteiligt sah, stürmte am Samstagnachmittag eine Wildsau aus dem nahen Ryckwäldchen den Fußballplatz am St. Georgsfeld und ging mit gestreckten Vieren mehrmals gegen einen virtuellen Gegner vor.

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Die Qual am Urinal

 

 

 

Bonn / Greifswald (SPA): Ich sitze gegen halb Vier im Büro und profile ein bisschen. Die Tür fliegt auf. Drei Männer, gehüllt in weiße Kittel, stürmen herein. Der erste zieht ein transparentes Röhrchen aus der Schürzentasche und hält es mir vor die Nase. „Guten Tag. Franke, NADA Bonn, Nationale Anti-Doping Agentur Deutschland. Unangekündigte Dopingkontrolle.“ Das Röhrchen beginnt vor meinen Augen zu tänzeln. „Wir benötigen eine Urinprobe.“

 

 

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Auf Kurs mit der Deutschen Rentenagentur

 

Greifswald (SPA): Um Menschen auf die Herausforderungen des Konsumverhaltens im Rentenhalter vorzubereiten, bietet die Deutsche Rentenagentur (DRA) neuerdings Kurse an. Interessenten können eine der sehr praxisnahen, über fünf Tage laufenden Weiterbildungen einmal im Jahr kostenfrei buchen. Obwohl sich das Angebot primär an Arbeitnehmer richtet, zeigt sich die DRA erfreut darüber, dass bereits in der Pilotphase viele Arbeitgeber die Initiative ergriffen haben und zukünftigen Pensionären die Übungsstunden im gewohnten Arbeitsumfeld ermöglichen.

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Ein Tag zum Vergessen

 

 

 

Greifswald (SPA): Ich habe eine unruhige Nacht hinter mir. Das Chaos in den Träumen führt zu ausgedehnten Wachphasen, die mich in schöner Regelmäßigkeit den Wecker vor die Augen heben lassen. 2:16, 2:57, 4:08, 5:22 … wann klingelst du endlich? Das monotone Signal reißt mich um Sechs aus dem Schlaf, den ich soeben erst gefunden habe.

 

 

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Testballondiebe werden immer dreister

(Anm: Vorgabe des Fotografen: "Testballon")

 

Greifswald (SPA): Fassungslos steht André Hollatz vor den Scherben seines Schaffens. Vorgestern erst hatte er die aufwendigen Blasarbeiten an seinem neuen Testballon beendet. Am heutigen Morgen musste er den Verlust des mit sehr viel heißer Luft (circa 27 Kubikzentimeter) gefüllten Flugobjektes feststellen.

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Maya-Kalender sagt die Wahrheit voraus

 

Von den Maya vorausgesagt: Sonnenuntergang am Bodden

 

 

Greifswald (SPA): Eine im Maya-Kalender verankerte Prophezeiung zu einem Sonnenuntergang am 24. September 2012 ist eingetroffen. Die Bürger der Hansestadt Greifswald und der umliegenden Gemeinden wurden von dem Ereignis völlig überrascht und von den Behörden dabei ziemlich allein gelassen. Erschwerend kommt hinzu, dass eine im „Greifswalder Blitz“ am 19.09. veröffentlichte Untergangswarnung durch den Großteil der Bevölkerung einfach überlesen wurde.

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