Ski und Rodel? Gut!

 

 

Greifswald (SPA):  Ich habe Eckhard Puchalski an der Strippe und gebe ihm den neuesten Loipenbericht durch:  „Blum-Straße: 20 Zentimeter, Mittelloipe gut passierbar. Breitscheidstraße: 2 bis 35 Zentimeter, Verwehungen und Verfahrungen. Rosengarten: wie Blum-Straße. Petershagen-Allee: geschlossene Decke, angefroren, Wachswechsel empfohlen.“

 

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Moor Drive-In

 

Greifswald (SPA): Seit gestern besitzt Mecklenburg-Vorpommern das weltweit erste Moor Drive-In und hat damit einen neuen Impuls für die im Aufschwung begriffene, gesundheitsorientierte Tourismusbranche gesetzt. Mit dem Abbruch eines Teilstücks der A20 in der Trebeltalquerung zwischen Greifswald und Rostock werden Nutzer der Küstenautobahn in die Lage versetzt, Verspannungen und Muskelverhärtungen, die sich auf der langen Reise durch die Weiten des Bundeslandes manifestiert haben, ohne nennenswert zusätzlichen Zeitaufwand schmerztherapeutisch mit Moorpackungen zu versorgen.

 

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Re(h)Turn

 

 

 

Liebe Kinder, liebe Jugend!

 

 

Das ist ein Springbock (kurz: Bock). Der Springbock steht auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Sportgeräte. Bis weit in das letzte Viertel des 20. Jahrhunderts war er, vor allem in den Monaten November bis März, in den Turnhallen Deutschlands anzutreffen. Meist hielt er sich im geschlossenen Gelände auf dem Parkett zwischen einem Sprungbrett und einer dicken Matte auf. Ersteres erleichterte das Überqueren des Springbocks, die Matte wiederum federte die unbedingt anschließende und durch die Gravitation erzwungene Landung ab. Wer den Sprung über den Bock verweigerte oder gar um diesen herumlief, wurde durch den Springbockhalter sanktioniert.  

 

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Wegners Fährte (Teil 3) – Amboro

 

Gleiswechsel am Rio Suturu

 

 

Greifswald (SPA):  Während die Heimat für den Gänsebraten deckt, bereiten wir uns bei fünf Stunden Zeitverschiebung auf den Dschungel im Amboro-Nationalpark vor. Anders als Richard Nikolaus Wegner vor circa 85 Jahren rechnen wir natürlich nicht damit, auf unentdeckte Indianerstämme zu treffen, deren Community uns im knappen Lendenschurz und mit primitiven Speeren um Feuerstellen tanzend empfängt.  Gespannt sind wir trotzdem.

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Wegners Fährte (Teil 2) – Durch Bolivien


Mautstelle: Stempel und Colaboraciones

 

Greifswald (SPA): Am Morgen des 24. Dezember liegen weitere gut 500 Kilometer bis zum nächsten Reiseziel vor uns, so dass wir sehr früh in den Fahrzeugen sitzen und Villamontes verlassen. Die Straßen durch das östliche Tiefland sind toll und in keiner Weise mit deren Zustand im paraguayischen Chaco zu vergleichen. Allerdings müssen wir an unzähligen Kontroll- und Mautstellen halten, wo offen Colaboraciones verlangt werden – kleine Zahlungen für die Familie, an diesem Datum natürlich zum Heiligabend, für die Gemeinde, für die Kirche, für den Hund … Auch das ist Bolivien.

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Wegners Fährte (Teil 1) - Grenzspiele

 

Simple Grenzsicherung zwischen Paraguay und Bolivien

 

Greifswald (SPA): In den Jahren 1927 bis 1929 unternahm der 1967 in Greifswald verstorbene, nach dem Krieg an der hiesigen Uni wirkende Anatom und Anthropologe Richard Nikolaus Wegner eine Expedition durch Südamerika. Über den Rio Pirai gelangte er mit Kanus in den bolivianischen Dschungel, wo es ihm gelang, Indianerstämme zu „bestimmen“. So hieß das damals. Weihnachten 2012 reisen wir, sechs Greifswalder und drei deutschstämmige Mennoniten aus Asuncion, ihm nach.

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Vorsicht, Poller!

 

Bald barrierefrei zu queren?: Wiecker Brücke

 

Greifswald (SPA): Ungewöhnliche Vorfälle erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Nachdem der Poller an der Wiecker Brücke zum zigten Male unsachgemäß überfahren und die automobile Ryckquerung über eines der Wahrzeichen der Stadt erneut lahmgelegt wurde, scheinen die zuständigen Behörden der Hansestadt bei der Suche nach einer Lösung des rufschädigenden Problems fündig geworden zu sein.

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Saison wird verlängert

 

 

So soll sie aussehen: Die Entmonopolisierung der Sommersaison in MeckPomm

 

 

 

 

 

 

Greifswald (SPA): Mit neuen Ideen sagt das Wirtschaftsministerium des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern dem saisonalen Charakter wassergebundener Tourismus- und Erholungsformen den Kampf an. Ziel ist es, sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite für mehr Planungssicherheit zu sorgen und somit die Arbeitsmarktsituation stabiler zu gestalten.

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Ananasernte auf der Insel Usedom

 

Ückeritz (SPA): Rekorderträge versprechen sich in diesem Jahr die Ananasbauern auf der Insel Usedom. Die Trockenzeit von April bis Juni sowie die anschließenden nasswarmen Sommertage haben zur Reifung außergewöhnlich großer Früchte geführt, die sich zudem von ihren äquatorialen Artgenossen durch eine starke Schalenbehaarung unterscheiden.

 

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Verkaufsschlager in Südosteuropa

 

Kein Zeug zum Ladenhüter: Deutscher Mann in einem Retro-Second-Hand in Kroatien.

 

 

 

Pula (SPA): In den Retro-Second-Hand-Shops entlang der Balkonroute haben sich deutsche Männer als Verkaufsschlager entpuppt. Von den Kundinnen geschätzt wird in erster Linie, dass diese hinsichtlich ihrer Domestizierung eine Stufe erreicht haben, mit der einheimische Produkte nicht mehr Schritt halten können. Neben diesen Vorzügen tritt die bis dato als verkaufshemmend eingestufte Komponente „gebraucht“ immer mehr in den Hintergrund.

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Die wassergebundene Naherholung in der Steinzeit

 

Sensationelles Foto aus dem Andersen-Archiv: Steinzeit-Pärchen beim Sonnenbad in Loissin

 

 

 

Greifswald / Loissin (SPA): Bereits in den 1980er Jahren wurde mit der Bildung der Forschungsgruppe Rekreationsgeografie an der Geografischen Sektion der Universität Greifswald, initiiert durch Prof. Bruno Benthien, die Forschung zur touristischen Entwicklung im zirkumbaltischen Raum vorangetrieben.

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Durch´s wilde Sorbistan

Mieses Karma: Ein Z im wilden Sorbistan

 

Greifswald / Lohsa (SPA): Mit jungen 12 oder 13 Jahren pinkelten mein Freund Maxe und ich ein Z in den Schnee. Frühpubertärer Übermut auf dem Landweg zwischen der Lohsaer Siedlung und der alten Köhlerei. Mit breiten Skiern unter den Füßen, kurz nachdem wir den Mantel- und Degenfilm Zorro das erste Mal im Dorfkino gesehen hatten. Den Weg und auch die Köhlerei gibt es heute nicht mehr – weggebaggert zum Zwecke des Kohleabbaus und nun geflutet mit den Wassern der Kleinen Spree. Seit dem letzten Wochenende weiß ich: Das gelb dahingestrullte Z war eine Prophezeiung. Mieses Karma, das mich noch in diesem Leben eingeholt hat.

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Pilgerweg taucht auf

Loissin (SPA): Ein Teil des im Jahre 1013 durch den sorbischen Missionar Hans Hagen angelegten Pilgerweges erschien kürzlich bei ablandigem Wind für wenige Minuten an der Wasseroberfläche des Greifswalder Boddens nahe Lubmin. Der die Ostsee querende Nordausläufer der Hagenschen Missionsrouten endete an der Rundkirche Trelleborg (Südschweden) und wurde in der im Mittelalter beliebten Methode der Schritt-für-Schritt-Technik verlegt. Er zählt zu den seltenen Zeugnissen des Findlingswegebaus der damaligen Zeit.. 

 

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